Warum ich gern mit Papier arbeite

Um Papier zu verstehen, braucht es kein Hintergrundwissen:
Es ist uns vertraut seit Kindertagen vom ersten Heft über Notizzettel bis zum Buch, als Verpackung haben wir es täglich in der Hand. Es lässt sich leicht bearbeiten und in unendlicher Vielfalt variieren.

In Workshops, die ich mit Kindern veranstaltet habe, konnte ich wertvolle Erfahrungen sammeln: Wir stellten Pflanzenfarben her und schöpften Papier aus Pflanzenfasern. Seitdem sehe ich meine Umgebung mit anderen Augen und komme beim Spazierengehen in der Natur auf neue Ideen: Mit Samen von Hainampfer und Fasern von Schilfgras oder den zarten Trieben des Farns könnte doch ein wunderbares Papier entstehen!

Das Erleben, wie freundlich und warm eine mit Papier gestaltete Urne bei einer Beisetzung wirken kann, war der Auslöser, mich in meiner künstlerischen Arbeit mit Urnen zu beschäftigen. Parallel habe ich mich mit den Themen Trauer und Tod intensiv auseinandergesetzt. Seit 2012 bin ich ausgebildete Trauerbegleiterin (klBQ/Bundesverband Trauerbegleitung e.V.) zusätzlich zu meiner Profession als Künstlerin und Gestalterin (Dipl. Design, FH Bielefeld, und Dipl. freie Kunst, HfbK Hamburg).